FOSSGIS 2025

FOSSGIS 2025 in Münster – Open Source, Open Data und OpenStreetMap live erleben

Von 26. bis 29. März 2025 fand die FOSSGIS-Konferenz 2025 in Münster statt, organisiert vom FOSSGIS e.V. mit dem OSM-Samstag am 30.03. als Abschluss. Ich war dieses Jahr als Helfer dabei um ein bisschen hinter die Kulissen blicken zu können und besser zu verstehen, wie eine große Open-Source-Konferenz im Hinterrgund funktioniert.

Warum ich dabei sein wollte

Die FOSSGIS vertritt nicht nur freie GIS-Software, sondern auch OpenStreetMap in Deutschland. Als Hobby-Mapper wollte ich sehen, was auf der Konferenz in großem Rahmen passiert – jenseits von Stammtisch und lokalem Mapping. Dabei ist die Konferenz auch nicht nur auf Deutschland beschränkt - die FOSSGIS-Konferenz 2016 fand in Salzburg statt.

Als Helfer bekommt man außerdem einen Blick hinter die Kulissen:

  • Wie läuft so eine große Konferenz organisatorisch ab?
  • Wie funktioniert das Zusammenspiel von Community, Verein und Sponsoren?

Man sieht, wie viele Menschen ehrenamtlich korrdinieren, organisieren und improvisieren, es läuft, weil viele mit anpacken. Das mitzuerleben war fast genauso interessant wie die Vorträge selbst.

Themen, die hängen geblieben sind

Es gab extrem viele Vorträge über Open Data, GIS-Tools, OSM-Weiterentwicklungen, Bildungsarbeit und 3D-Visualisierungen.

Was bei mir hängen geblieben ist:

Open Data des BKG – das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie ist gewissermaßen das deutsche Pendant zum österreichischen BEV. Zu sehen, welche Datensätze inzwischen offen verfügbar sind, zeigt, wie stark sich staatliche Geodatenpolitik verändert hat und, dass immer mehr Datensätze offen verfügbar sind. Was neue Möglchkeiten eröffnet - auch für OSM.

Dr. Roland Olbricht hat im Vortrag „Kinder, Karten, Open Source“ eine wichtige Frage behandelt: Wie begeistern wir die nächste Generation für Open Source und OpenStreetMap? Der Vortrag zeigte bestehende Bildungsangebote und machte deutlich, dass wir als Community aktiv überlegen sollten, welche Formate wir anbieten wollen. Das Thema Nachwuchsarbeit ist kein „Nice to have“, sondern entscheidend für die Zukunft.

Michael Reichert zeigt in „OpenStreetMap ist doch vollständig …“, dass OSM auch nach 20 Jahren noch nicht “fertig” ist. Der Vortrag zeigt, wie unterschiedlich der Erfassungsgrad regional und thematisch ist – und wie man gezielt Lücken findet. Ich finde, dass das motiviert.

Tobias Knerr stellt im Vortrag „OSM2World: Updates für den 3D-Pionier“ sein Tool “OSM2World” weiter vor. Es gehört zu den ersten Tools für die 3D-Darstellung von OSM-Daten. Neue Features wie 3D Tiles und ein modernes Web-Frontend zeigen, dass hier immer noch viel passiert und entwickelt wird. 3D-Visualisierung wird für offene Daten immer relevanter - auch ich mappe gern die 3D-Daten.

Was ich mitnehme

Auch, wenn ich nicht die eine “große Erkenntnis” mitnehme, hat sich wieder einiges gezeigt und ist klarer geworden:

  • OSM ist Teil eines großen Open-Source-Ökosystems
  • Open Data auf staatliche Ebene entwickelt sich stark weiter
  • Nachwuchsarbeit ist ein großes Thema für die nächste Zeit
  • Und: OSM wird nie “fertig” sein. Was auch die Stärke ist.

Als Helfer habe ich gesehen, wie porfessionell und gleichzeitig gemeinschaftlich so eine Konferenz organisiert wird. Klare Abläufe, viel Vertrauen und ein respektvoller Umgang - das prägt die Atmosphäre. Und, Kontakte entstehen oft einfach spontan, mal am Bahnhof, mal in der Bar.

Und eine Mitgliedschaft zum FOSSGIS hab ich auch mitgenommen.

Wie gehts weiter?

Ich nehme Impulse für die Bildungs- und Community-Arbeit mit. Ideen, wie man Lücken in OSM geplanter angehen kann. Und neue Kontakte, die für zukünftige Projekte wertvoll sein können. Ein besseres Verständnis, wie Konferenzorganisation im Open-Source-Umfeld funktioniert

Für die Community bedeutet das: Mehr Vernetzung. Mehr Austausch. Und vielleicht auch Kooperationen.

Die nächste FOSSGIS-Konferenz 2026 findet von 25.-28.03. in Göttingen statt und ich habe vor, wieder dabei zu sein.

Fazit

Die FOSSGIS ist mehr als eine Fachkonferenz. Sie ist ein Treffpunkt für Menschen, die an offenen Geodaten, freier Software und gemeinschaftliche Entwicklung glauben.

Wenn du dich für OpenStreetMap, Open Data oder freie GIS-Software interessierst, dann komm zur nächsten FOSSGIS. Oder bring dich bei deiner lokalen Community ein, zum Beispiel bei Stammtischen oder Mapping-Aktionen.

OpenStreetmap ist nicht fertig, und genau darum lohnt es sich, mitzumachen.